Als ich vor dem Weihnachtsfest einmal in LinkedIn die Frage gepostet habe, welche „guten Vorsätze“ Ihr Euch für die Arbeit im Betriebsrat vornehmen wollt, war ich doch überrascht von der Resonanz: Die ersten Reaktionen, auch direkt im Beitrag, gingen in die Richtung, gute Vorsätze brauche man nicht oder auch, man wolle weiterhin sein Bestes geben.
Erst so nach und nach kamen dann wirkliche echte Punkte auf, was man sich für 2023 als Betriebsrat, JAV oder SBV vornehmen könnte oder auch möchte. Da war eine Menge Interessantes bei, das mir schon wieder Futter für viele Folgen gibt, vielen Dank also an Euch für die Beteiligung an dieser Diskussion!
Selbstbewusste und durchsetzungsstarke Betriebsräte auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber !(?)
Betriebsräte sind vom Gesetzgeber mit einer ganzen Reihe von Rechten ausgestattet worden. Sie werden von der Belegschaft gewählt, um sie zu vertreten. Das wäre ohne solche Rechte bloße Bittstellerei und vollkommen vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängig. Betriebsrat wird man, weil man sich für andere einsetzen, was für sie erreichen will.
Kaum gewählt, fangen dann die Mühen der Ebene an. Welche Rechte habe ich, wie kann ich sie durchsetzen? Die, die es bisher gemacht haben, machen das schon, ich guck erst mal, wie der Hase läuft. Und wenn da wenig kommt? Was soll denn ich groß als normales Mitglied oder Ersatzmitglied tun, wenn selbst die alten Hasen nur gelegentlich als Betriebsrat in Erscheinung treten?
Startklausuren neu gewählter Betriebsräte – wie geht man da richtig ran?
Nach den Betriebsratswahlen ist vor der Amtszeit. Und die soll möglichst erfolgreich sein, das ist ja vollkommen klar. Wer als Betriebsrat erfolgreich agieren will, der legt nicht einfach los oder begibt sich nach der Wahl in einen vierjährigen Dornröschenschlaf, sondern der zieht sich zurück, sortiert sich intern kulturell und inhaltlich und geht die Aufgaben strukturell und strategisch sauber an. Wie man so etwas machen kann, darum geht es in dieser Blogfolge.
Berater wie ich haben in diesen Tagen und Wochen hohe Konjunktur, denn viele Betriebsratsgremien buchen uns für Start-, Strategie- oder sonstige Workshops, um ihre Aufstellung, Ziele und die Grundregeln fürs Miteinander im neu zusammengesetzten Gremium mit professioneller Begleitung aufzugleisen. Ich bin von einigen Kolleginnen und Kollegen, die die Kostenübernahme für eine solche Veranstaltung von ihrem Arbeitgeber – trotz Durchsetzungsmöglichkeiten auch in solchen Fragen – nicht erwarten können, darauf angesprochen worden, ob ich nicht einmal ein wenig den Schleier lüften mag, der über solchen Veranstaltungen liegt.

360 Grad
Betriebsrat Consulting GmbH

