Marco Nörenberg:
Ja hallo liebe Kolleginnen und Kollegen, da sind wir wieder mit dem 360° BR Podcast im Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler. Das war toll, das Gespräch. Kann ich euch nur sagen, wirklich was ganz Besonderes. Prof. Dr. Däubler hat ja nicht nur im ersten Teil des Interviews seiner fachlichen Expertise Ausdruck verliehen, sondern darüber hinaus auch noch den ein oder anderen Schwank oder persönliche Sichtweise, die er hat auf das arbeitsrechtliche Geschehen in Deutschland, zum Besten gegeben. Ich kann euch sagen, der zweite Teil des Interviews wird nicht minder interessant, wird nicht minder spannend und auch nicht minder voll interessanter Einblicke in die Arbeitsrechtswissenschaft in Deutschland. Ich freue mich darauf und ich freue mich auch darüber, dass ihr hier in der Leitung seid.
360 Grad BR Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler - Betriebsräte und Gewerkschaften im digitalen Betrieb (Teil 1 von 2) 360 Grad BR Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler
Marco Nörenberg:
Ja, hallo, liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute hat es mich in ein malerisches Örtchen in Baden- Württemberg verschlagen. Die Reise von Hamburg hierher habe ich gern angetreten, denn ich habe heute die Gelegenheit, ein Gespräch mit einem der angesehensten Arbeitsrechtswissenschaftler Deutschlands zu führen, dessen Ruf- und Wirkungsgebiet sogar weit über unser Land hinausgeht, Prof. Dr. Wolfgang Däubler. Mit ihm spreche ich heute über ein wichtiges Thema in dieser Zeit, nämlich die Frage, wie Betriebsräte und Gewerkschaften im digitalen Zeitalter mit den Beschäftigten kommunizieren dürfen. Das ist insbesondere natürlich immer dann noch ein arbeitsrechtliches Thema, wenn hierbei Ressourcen des Arbeitgebers genutzt werden sollen oder die Beschäftigten in der Arbeitszeit von Betriebsräten und Gewerkschaften digital behelligt werden.
Homeoffice in Betriebsvereinbarungen regeln
Zum Thema Homeoffice ist eine ganze Menge passiert in der letzten Zeit.
Natürlich in erster Linie pandemiebedingt, denn quasi über Nacht mussten viele AG ihre Beschäftigten nach Hause schicken, um von dort zu arbeiten.
Jahrelang hieß es, wenn Beschäftigte das gern wollten: Das geht nicht, da können wir die Leute nicht kontrollieren, die Technik ist nicht so weit und und und.
Tatsächlich wollten es die Arbeitgeber vielfach nicht, und jetzt auf einmal musste es funktionieren und: siehe da, SIMSALABIM – es hat funktioniert.

360 Grad
Betriebsrat Consulting GmbH

